Cuenca vs. Quito 2:1

29 10 2010

Aber Cuenca gegen Quito ins Rennen zu schicken ist auch eigentlich unfair-für Quito!

Quito ist natürlich stolz auf seine schöne Altstadt mit den tollen Kolonialbauten und das mit Recht! Aber das Zentrum Cuencas besteht nunmal fast völlig aus dieser Art Gebäuden. Man kommt sich in den schmalen kopfsteinpflasternen Strassen manchmal vor wie in Europa, die gusseisernen Balkone erinnern an Paris, die Sauberkeit fast schon an Deutschland. Denn Cuenca hat geschafft was Quito noch nicht verstanden hat: In Cuenca gibt es Mülleimer! In jedem Park gibt es gleich mehrere! 😉

Ausserdem hat Cuenca einen kleinen Fluss durch die Stadt, an dessen Ufer unser Hostel gelegen ist. Und noch eines hat Cuenca von dem Quito meilenweit entfernt ist: Cuenca ist gemütlich! Natürlich herrscht auch hier wie überall eine rege Huperei auf der Strasse und Zeitungs-, Eis- oder Lottoverkäufer schreien um die Wette, aber dennoch kommt man sich vor wie in einem kleinen Ort und nicht wie in einer Stadt mit ca 400.000 Einwohnern!

CIMG0842

Neue Kathedrale...

Heute schon in der Kirche gewesen?

Heute schon in der Kirche gewesen?

Cuenca hat allerdings nicht nur eine schöne Stadt, sondern in nur 30 km Entfernung einen sehr schönen Nationalpark. Also nichts wie ab in den Bus und nur 45 Minuten später waren wir der Meinung, dass wir gleich Frodo oder einem anderen Hobbit über den Weg laufen würden. Irgendwie unheimlich diese Ruhe und vor allem solch eine Landschaft in der Nähe einer Großstadt. Da wir tags zuvor vergeblich versucht hatten einen Guide zu engagieren, stapften wir also alleine los (wobei wir inzwischen wieder Verstärkung durch Steffi, Jasmin und Finn hatten; ja genau, unser Team vom Quilotoa-Loop!). Abends gönnten wir uns dann noch ein gemeinsames Essen (inzwischen hatte Sander es auch nach Cuenca geschafft) und für uns gings dann schnell ins Bettchen…ok, einen Gute-Nacht-Mojito hatten wir noch :-).
Wer findet den Hobbit?

Wer findet den Hobbit?

Am nächsten Morgen hieß es mal wieder früh raus, denn wir wollten nach Peru. Also mal wieder in den Bus, allerdings dieses Mal für ganze neun Stunden. Ziel war Mancora, der Surfspot Peru´s schlechthin…wenn da nicht die Grenze wäre. Naja, wir haben uns wirklich Gedanken gemacht, ob das alles so glatt läuft und dann? Bus hält an der Grenze Ecuadors -aussteigen, Stempel abholen, einsteigen, weiterfahren, Bus hält am Grenzposten Peru´s – aussteigen, Stempel abholen, einsteigen, weiterfahren. Zwischendurch wurde immer mal wieder ein prüfender Blick in den Gepäckraum des Busses geworfen und das war´s. Wir dachten wirklich unser Gepäck wird auf den Kopf gestellt und uns werden irgendwelche dummen Fragen gestellt(z.B. führen Sie mehr als 10.000 $ in bar mit sich…aber immer doch). Selbst Ela´s Hausapotheke wurde nicht geprüft. Ich vermute, das alles so glatt lief, weil ich mich am Abend zuvor noch rasiert hatte und uns keiner eine Mitgliedschaft in irgendeiner Terrorgruppe unterstellen konnte :-).
Nun sind wir also in Mancora, Peru angekommen. Wir werden die nächsten Tage Sonne, Strand und Meer genießen. Anfang nächster Woche geht´s wohl weiter Richtung Süden, die Berge rufen wieder. Bis dahin heißt´s aber…
...noch Fragen zur Hose?

...noch Fragen zur Hose?

Seb und Ela
PS: Die Bilder findet ihr….ach ihr wisst schon wo 😉


Auf der Panamericana in Richtung Süden…

23 10 2010

ist´s schön :-)!

Wir haben uns gedacht: Raus aus der Großstadt, rein in die Natur! Und zwar erst mal nach Otavalo. Diese Kleinstadt ist unter Touristen allerdings vor allem wegen des grossen Marktes bekannt, der samstags die ganze Stadt einnimmt. Es ist der grösste indigene Markt Südamerikas und wir starten am Samstag auf dem Tiermarkt.

Auf dem Obst- und Gemüsemarkt

Auf dem Obst- und Gemüsemarkt

Es ist nicht immer schön anzusehen wie hier Hühner, Meerschweinchen, Hunde, Katzen und natürlich auch Kühe und Pferde dargeboten werden. Aber wer weiss schon wie es in deutschen Viehzuchtanlagen aussieht, diesen Tieren hier ging es zumindest mal gut. Wir haben uns natürlich auch gleich erkundigt was es kosten würde ein Kälbchen für meinen Papa zu kaufen: unglaubliche 25$ (ca. 20€). Leider wars zu gross fürs Gepäck! 😉

Der Hauptmarkt mit allerhand kunstvoll gestaltetem Krimskrams und Kleidung made in Ecuador nimmt samstags die ganze Stadt ein und unser Hostel ist mittendrin, wunderbar!

Aber wir wollten ja in die Natur, also haben wir uns sonntags einen Pickup inklusive Fahrer gemietet, der uns auf 3.715 m zur Lagune Mojanda gebracht hat, natürlich auf der Ladefläche-an der Polizei vorbei. Aber das stört hier Niemanden! Die Lagune war wunderschön und eine Stille dort, ganz ungewohnt. Da wir aber noch eine schönere gefunden haben kommt später mehr zum Thema Lagunen… Ausserdem haben wir am nächsten Tag eine weitere Wanderung unternommen durch einen Eukalyptuswald zum Wasserfall „Peguche“, aber dazu seht ihr mehr in der Bildergalerie!

Das etwas andere Taxi

Das etwas andere Taxi...

v.l. Ela, Donna, Michael, Sander, Linda, Seb und Jasmin

v.l. Ela, Donna, Michael, Sander, Linda, Seb und Jasmin

Nach unserem Aufenthalt in Otavalo mussten wir einen kleinen Reisetag einbauen um von dort in Richtung Süden voranzukommen, unser Ziel war Latacunga, hier hatten wir ja Großes vor…also Bus geschnappt und ab in den Süden, naja waren insgesamt nur 4 1/2 Stunden. In Latacunga angekommen ging´s schnell ab ins Hostel um die nächsten Tage zu planen und um sich noch eine Mütze Schlaf abzuholen.
Am Dienstag Morgen ging´s dann los, wir hatten uns den Quilotoa-Loop für die nächsten drei Tage vorgenommen, eine Wanderung durch kleine Andendörfer und tolle Landschaften. Wer schon mal behauptet hat, der Saargau wär am Ar… der Welt, der sollte mal hierherkommen. Eine wunderbare Umgebung in einer Höhe bis zu 4.000 m. Selbstverständlich wird hier auch noch ordentlich Landwirtschaft betrieben, macht ja auch Sinn an steilen Berghängen. Da kann man nur den Hut ziehen (wir hatten aber leider keinen an) und sich still und heimlich wieder in den heimischen Garten zurückziehen.
Allein die Anfahrt mit dem Bus zum Startpunkt in Isinlivi (Andengroßstadt mit 93 Einwohnern) ist ein Highlight. Höhenangst sollte man besser keine haben, die Abgründe sind doch oft recht nah, für den Busfahrer aber kein Hinderniss die Andenpässe in einem Höllentempo zu erklimmen. Da bricht einem schon ab und zu der Schweiß aus…
Die Wanderung war traumhaft und obwohl wir mit Regen und kühlen Temperaturen gerechnet hatten, verwöhnten uns die Anden mit drei Tagen Sonnenschein und meist blauem Himmel. Nur die vielen umliegenden 6.000 er Vulkane wollten sich in der Ferne nicht sehen lassen. Vielleicht hatten wir vergessen vor dem Start nochmal ein Meerschweinchen zu opfern :-).
..nicht schlecht, oder?

..nicht schlecht, oder?

Ja, eine Hängebrücke...

Ja, eine Hängebrücke...

Mal abgesehen von der schönen Landschaft waren unsere Übernachtungsmöglichkeiten ebenfalls klasse. Kleine saubere Hostels mitten im Nirgendwo, damit hatten wir nicht gerechnet. Nach jeweils 5 Stunden Wanderung pro Tag hat das auch gut getan. Wir hatten ja schließlich auch ein paar Höhenmeter „abzuarbeiten“. Am dritten Tag sah unsere handgezeichnete Wanderkarte ( auf eine Beschilderung hat man hier sicherheitshalber verzichtet, wer braucht die auch schon?) einen Abstieg von 3.200 m auf 2.800 m vor um im Anschluss dann unser Wanderziel, die Kraterlagune Quilotoa, in einer Höhe von 3.960 m zu erreichen. Eine schweißtreibende Angelegenheit wie ihr euch vorstellen könnt, aber wir wurden immer wieder mit tollen Ausblicken auf die Andenlandschaft belohnt. Die befürchteten Probleme mit der Luft in dieser Höhe blieben allerdings aus, wir sind wohl doch die reinsten Konditionswunder ;-). Glücklicherweise erreichten wir die Lagune kurz bevor der Nebel nachmittags aufzog und wir konnten dieses tolle Fleckchen Erde genießen…
Geschafft!

Geschafft!

Am Ziel angekommen mussten wir uns allerdings leider von unserer kleinen Reisetruppe (Steffi, Finn, Tanja und Robert) verabschieden. Nochmals vielen Dank für die schönen drei Tage auf dem Loop, wir hoffen ihr schaut mal öfter bei uns vorbei. Wünschen euch eine gute Weiterreise, vielleicht laufen wir uns ja nochmal über den Weg…macht´s gut!
Nach einer weiteren Nacht an der Lagune sind wir gestern Nachmittag wieder in Latacunga angekommen und nutzen den heutigen Tag um unsere Weiterreise zu planen, den Blog zu aktualisieren, mit der lieben Familie zu telefonieren und ein paar weitere organisatorische Dinge zu klären. Leider haben wir heute morgen auch Sander zumindest vorübergehend verloren, ihn zieht´s weiter an die Küste Ecuadors. Aber wir gehen fest davon aus, uns nächste Woche bereits wieder zu treffen…
Wir fahren heute abend weiter nach Cuenca und werden dann Mitte nächster Woche an die peruanische Küste weiterreisen (so ist es zumindest mal geplant ) und dort ein paar entspannte Tage am Strand verbringen, haben wir uns ja auch verdient. Der nächste Eintrag wird dann in Badehose, Bikini und Flip-Flops verfasst ;-).
Bis dahin, haltet die Ohren steif…
Grüße von der Panamericana,
Ela und Seb
PS: Die neuen Bilder gibt´s wie immer in unserer Galerie.


Todo en español-no es un problema

16 10 2010

Hallo ihr Lieben.

Zum Glück gibt es ja viele Leute die unseren Blog lesen (was uns wirklich sehr freut!!), und einige dieser Leute haben auch immer gute Ideen oder Anregungen was wir noch so einbringen können (das freut uns ebenso!). Und deshalb wollen wir auf die Anregung eingehen endlich mal was spanisches zu schreiben, schliesslich können wir das ja jetzt… Entonces, todo en español. No sé si una persona puede leer esto, pero no es nuestro problema. 😉 La semana pasada fuimos en la escuela tambien y por las noches fuimos en muchos bares differentes. La gente de la escuela es muy amable y nos gusta mucho. 😉

Ok, es war ein Scherz. Trotz der Anregung wird unser Blog weiter in Deutsch geführt! Aber die letzten Wochen in der Schule haben uns wirklich etwas gebracht, auch wenn wir noch lange kein gutes Spanisch sprechen. Immerhin soviel dass Seb unser nächstes Quartier schon telefonisch auf Spanisch reserviert hat!

Wie erwartet war die letzte Woche eher ruhig, wir sind viel weggegangen, waren im Museum, haben einen Kunsthandwerks-Markt hier in Quito besucht und haben zum Abschluss in der Schule lecker gegrillt…

plato del dia: Cuy

plato del dia: Cuy

...sorry!

...sorry!

Rezept für Meerschweinchen:

Meerschweinchen grillfertig beim Metzger abholen (was bis hierher alles mit dem kleinen Nager gemacht wurde, wird an dieser Stelle nicht weiter erörtert). Anschließend den Grill anfeuern und grillen, fertig! Passend dazu gibt´s dann Kartoffeln und Salat, außerdem zwei leckere Saucen. Unser kleiner Freund schmeckt eigentlich so ähnlich wie die Flieten bei Hiwels, vielleicht sollte man bei Marco mal nachhören wo die Flieten herkommen 🙂 Uns persönlich war auch ein bissl wenig Fleisch dran, aber wir werden in den nächsten Wochen sicher nochmal eins probieren…

Wie man sich denken kann hab ich (Ela) mich weniger mit dem Grillen, sondern mehr mit Gemüse und Sossen beschäftigt, deshalb kann ich jetzt eine wundebare Erdnusssosse (salsa de mani) und ein Zwiebel-Chilli-Dressing zaubern…

Zum Rest der Woche stellen wir noch ein paar Fotos in dem Link Quito unter der Bildergalerie ein. Von uns schon mal ein dickes Danke an die Schule, unsere Lehrerin Maribel und natürlich unsere Familie hier! Ab morgen sind wir in Otavalo unterwegs, wo der grösste indigene Markt Südamerikas jedes Wochenende stattfindet. Dort werden wir uns dann endgültig (zumindest vorerst) von den netten Leuten hier trennen und alleine (fast alleine-einen Holländer nehmen wir mit) weiterreisen, aber dazu dann später mehr! Auf Wiedersehen Quito, du hast uns sehr gut gefallen!

Wir mit unserer Lehrerin

Wir mit unserer Lehrerin

Liebe Grüsse, Seb & Ela



Klassenfahrt nach Banos…

13 10 2010

…so ungefähr hat sich das angefühlt. Freitags den Rucksack packen für den zweitägigen Ausflug und morgens ganz früh aufstehen um nicht den Bus zu verpassen. Da unsere beiden „Klassenkameraden“ Giovanni und Adrian abends zuvor mit ihrer Familie ein bissl zu viel gefeiert hatten, rollte der Bus aber eben erst ne halbe Stunde später los. Zum Glück hatten wir den vollgesoffenen Italiener auch noch neben uns sitzen, ein angenehmer Geruch wie ihr euch vorstellen könnt. Hier sei allerdings angemerkt, das der gute Giovanni ein echt netter Kerl ist, obwohl er nur der italienischen Sprache mächtig ist und die Kommunikation somit etwas schwierig ist. Nach fast vier Stunden Fahrt für ca. 180 km!!! sind wir dann auch tatsächlich in Banos angekommen, zwar etwas müde aber voller Tatendrang, es war ja schließlich erst halb zwölf und wir hatten einiges vor. Zuerst einmal wurde die Stadt (immerhin 15.000 Einwohner groß) erkundet und die ortsansässige Bungee-Jumping Brücke erkundet. Für gerade mal 15 $ konnte man sich an einem Klettergurt befestigt die Brücke herunterstürzen. Uns waren die 15 $ einfach zu wenig um unser Leben wegzuschmeissen, also ließen wir den anderen aus unserer Truppe den Vortritt. Tatsächlich waren´s nachher bestimmt fast 15 Leutchen die sich getraut haben und…nee, ist natürlich alles gut gegangen :-).

Nachmittags konnten wir dann zwischen Wandern, Canyoning, Reiten und Rafting wählen. Letzteres fand bei uns beiden dann großen Zuspruch und somit war der Nachmittag gerettet…äh…verregnet. Tja, gerade am Startpunkt unserer Rafting-Tour angekommen zeigte uns Banos einmal warum dort alles so grün ist und der Regenwald nicht mehr weit entfernt ist. Es regnete in Strömen, ununterbrochen. Es war ja eigentllich nicht schlimm, wir waren ja eh nach zwei Minuten komplett nass, aber der Fluss schwoll dann irgendwann doch bedrohlich an, so das der Spaß nach einer knappen Stunde leider vorbei war. Es hat uns aber richtig viel Spaß gemacht und wir werden es sicherlich irgendwo wiederholen.

Nach einer schönen heißen Dusche (ja, wir haben noch warmes Wasser) ging´s dann zum Essen inkl. anschließendem Barbesuch in der Goodbar (konnte ja nur gut werden). Der Großteil unserer Runde feierte bis in den frühen Morgen, wir beide allerdings nicht denn wir hatten in den frühen Morgenstunden (Morgenstund hat Gold im Mund, Anm. d. Red.) noch andere Pläne. Banos ist berühmt für seine heißen Quellen, welche es dem nahegelegen Vulkan Tungurahua (5.016m) zu verdanken hat. Der Wecker klingelte um 04:30h und eine viertel Stunde später saßen wir in Badehose und Bikini (Ich hatte keinen Bikini an :-)) im herrlich warmen Thermalbad. Auf dem Weg dorthin hatten sich noch einige Nachtschwärmer angeschlossen, die gerade aus der Bar gefallen kamen. Glücklicherweise wurden am Eingang keine Alkoholkontrollen durchgeführt…für´s frühe Aufstehen wurden wir mit einem herrlichen Sonnenaufgang belohnt!

Nach dem Frühstück ging´s dann ab auf´s Rad und wir fuhren fast vier Stunden durch die herrliche Umgebung von Banos…

...in der Nähe von Banos.

...in der Nähe von Banos.

Banos

Banos

Wie ihr ja wisst, bin ich (Seb) kein begeisterter Radfahrer aber ich muss schon sagen, das die Tour viel Spaß gemacht hat. Naja, man muss auch ehrlicherweise zugeben, das die Strecke überwiegend bergab ging, aber das tut ja auch nichts zur Sache…oder?
Zum Abschluss gab´s dann noch ein kräftigendes almuerzo (Mittagessen) und wir konnten die Heimreise antreten. Banos hat uns sehr gut gefallen, man könnte dort noch ein paar Tage verbringen und die tolle Landschaft genießen. Aber wir werden sicherlich noch das ein oder andere schöne Plätzchen entdecken…
Gestern sind wir nach der Schule noch mit dem Bus zum Mitad del Mundo gefahren. Ach so, Busfahren in Quito und wohl auch in Ecuador ist ein lustiges Kapitel für sich. Hier werden wir in den nächsten Wochen noch einen Eintrag zu verfassen. Die Stadtwerke können sich manchmal noch ne Scheibe abschneiden…
Ecuador heißt ja nicht Ecuador weil der Name so schön klingt, sondern weil der Äquator ziemlich nah ist, genauer gesagt ca. 30 km nördlich von Quito. Auf der Äquatorlinie kann man ganz tolle Sachen machen, wie z.B. ein Ei auf einen Nagel stellen (wer´s schafft erhält sogar ein Zertifikat), versuchen auf der Äquatorlinie mit geschlossenen Augen zu balancieren und Wasser ganz toll ohne Strudel ablaufen lassen. Ihr kennt das ja von zu Hause vom Klo. Da läuft das Wasser nach dem Spülen gg den Uhrzeigersinn ab, klar oder? Auf der Südhalbkugel, wo wir uns zurzeit befinden ist das genau anders herum und auf dem Äquator läuft´s gerade ohne Strudel ab. Haben es auf Video und liefern euch den Beweis nach unserer Rückkehr…
Auf der Äquatorlinie...

Auf der Äquatorlinie...

Das ist nur hier möglich...

Das ist nur hier möglich...

Ansonsten verbringen wir die Zeit mit viel Vokabeln lernen, da der Spanischkurs uns doch ziemlich fordert…ist ja auch gut so. Wir haben in unsere Bildergalerie noch ein paar Bilder von Quito bei Nacht und einen neuen Link über Banos eingestellt. Natürlich sind das immer nur ein paar Ausschnitte, die Leckerbissen heben wir uns für später auf… 🙂
Am Freitag endet unser Spanischkurs und für uns startet dann die eigentliche Reise. Wo wir landen..?…keine Ahnung. Lasst euch einfach überraschen. Was wir in jedem Fall einpacken ist ganz viel RÜCKENWIND! 😉
Macht´s gut…viele Grüße,
Ela und Seb
PS: Liebe Elke, dir noch alles Gute zum Geburtstag!


Die Lümmel von der ersten Bank…

7 10 2010

Hola chicos!!

So begrüsst uns unsere Spanischlehrerin jeden morgen. Sie ist sehr nett, echt witzig und geht vor allem nicht allzu lehrerhaft mit uns um. Dennoch ist ihr Unterricht sehr gut, allerdings auch wirklich anstrengend. Wenn man mehr lernt, lernt man eben leider immer auch was man noch alles nicht gelernt hat… 😉

Aber insgesamt ist die Schule super und es sind vor allem auch sehr nette Leute dort, aus Italien (lieber Uli er heisst zwar Giovanni, ist aber leider zu gross für den Rucksack), Norwegen, Dänemark, Texas, Holland und natürlich aus vielen anderen Teilen der Welt, aber unsere „Clique“ besteht mehr oder weniger aus den oben genannten Leutchen…

Beim Hähnchenschnipseln..

Beim Hähnchenschnipseln..

Bratbananen-andere als bei uns!

Bratbananen-andere als bei uns!

Neben der Schule finden schöne Sachen statt wie ein Salsa-Kurs (schön für mich-weniger schön für Seb), Kochabende oder auch Fussballspiele (schön für Seb-weniger schön für mich). Salsa ist echt super und heute ist wieder ein Kurs, allerdings muss ich mir einen neuen Partner suchen…

Ein kleines Bier bitte...

Ein kleines Bier bitte...

Abends waren wir jetzt auch mal was trinken, man muss sich ja langsam hier einfinden! Natürlich gibts auch hier landestypische Kneipen , wie z.B. den „Bräu-Platz“ wo gerade Oktoberfest stattfindet… 😉 Ich glaube überall kennt man Deutsche wirklich nur in Lederhosen mit ner Schweinshax im Mund. 🙂

Am Wochenende fährt die Schule in das schöne Banos, eine Thermalstadt mit einer schönen Umgebung zum Wandern, aber auch mit Wasserfällen und Möglichkeiten zum Canyoning oder Rafting… Ausserdem liegt Banos ein wenig tiefer und ist deshalb ein bisschen wärmer als Quito mit seinen 20 Grad. Endlich Sonne pur! Wir werden also wandern, es gibt eine Fahrradtour usw usw…

Das wird schön! Und natürlich gibt es dann auch wieder ein paar Bilder mehr!

Übrigens! Wir haben unter der Bildegalerie noch einen Link eingestellt mit ein paar Bildern mehr von der Altstadt, für alle die das noch nicht gesehen haben…

Also, wir melden uns nach Banos nochmal, bis dahin muchos besos a todos!!

Hasta luego,

Seb y Ela



Quito? Qué lindo!

4 10 2010

So ihr Lieben, Abenteuer hatten wir nun fürs Erste genug. Wie ihr gesehen habt ist unser Gepäck auch wieder wohlbehalten zu uns zurückgekehrt und alles hat sich normalisiert-zum Glück! 😉

Unsere ersten Tage haben wir vor allem mit Essen und Stadt erkunden verbracht. Unsere Gastmama kocht sehr gut und das Beste: Muchas Frutas!! So gesund haben wir sicher noch nie gelebt.

In unserem Viertel „El Mariscal“ gibt es unzählige Bars, Kneipen und Restaurants. Am Wochenende war in den kleinen Strassen rund um die Backpackerhostels die Hölle los! Wir sind bis jetzt noch sehr brav geblieben und haben die Szene nur Mittags beäugt. Heute Mittag war es ziemlich ruhig hier, aber Sonntags scheint eh ein Familientag zu sein. Jeden zweiten Sonntag ist eine der Hauptstrassen sowie die Altstadt für Autos gesperrt und nur für Fahrradfahrer usw zugelassen. Saarpedal in Quito. Wir haben allerdings die Wein-, Bier- und Viezstände vermisst!

Tagsüber haben wir die Zeit vor allem in der Altstadt von Quito verbracht. Tolle Kolonialbauten, günstige Preise und vor allem Marktschreier an jeder Ecke. Es gibt einfach alles, von Früchten über Grillfleisch und Süsskrams hin zu allerhand praktischen Sachen wie Staubwedel, Schals oder Spielzeug. Und das ohne die zahlreichen Läden in den Nebenstrassen.

Altstadt mit Kathedrale im Hintergrund

Altstadt mit Kathedrale im Hintergrund

Plaza Grande

Plaza Grande

Blick auf die Jungfrau von Quito

Blick auf die Jungfrau von Quito

Tagsüber ist die Altstadt also schön, aber Nachts, wenn die Dunkelheit den Dreck und die vielen Autos verschluckt, dann ist die Altstadt einfach wunderschön und verträumt. Die vielen Kirchen und kolonialen Gebäude werden angestrahlt und hinter jeder Ecke wartet ein neuer Platz! Unsere Gastfamilie hat uns gestern mitgenommen in einen der ältesten Stadtteile, genauer gesagt in eine einzige Strasse, und dort hat dann wirklich der Bär getanzt (neben unserem Gastvater). Kleine Läden voll mit Kunsthandwerk, Schmuck und natürlich Essen, viel Livemusik, unglaublich viele Leute in der Strasse und ganz viel Tanz auf der Strasse, das ist „La Ronda“. Natürlich hätte ich am Liebsten gleich alle Läden leer gekauft, aber im Rucksack ist einfach zu wenig Platz (und im Geldbeutel zu viel). 😉

Hier noch ein paar Eindrücke und natürlich auch unsere „Familie“:

Alicia, Anna-Maria, Ela und Manuel

Alicia, Anna-Maria, Ela und Manuel

In "La Ronda"

In "La Ronda"

 

Ab morgen starten wir die Schule und dann kehrt zumindest ein bisschen Alltag ein-auch nicht schlecht…

Bis zum nächsten Eintrag wirds dann evtl eine Weile dauern, jetzt ist ja erst mal pauken angesagt!

 Bis dahin, lasst es euch gut gehen und viele Grüsse,

Ela und Seb



Ohne Worte…

2 10 2010

CIMG0404

Lg, Ela und Seb 🙂



Ausnahmezustand in Ecuador…alles ganz normal!

1 10 2010

Da Einige von euch ja bereits in den Nachrichten von den Unruhen in Ecuador gehoert haben, wollen wir euch heute mit diesem Eintrag kurz beruhigen. Gestern am spaeten Vormittag ging die Polizei von Ecuador in allen grossen Staedten des Landes auf die Strasse um gegen ein Gesetz zu protestieren, welches ihnen viele Verguenstigungen und den Gehaltsbonus streichen soll. Im Rahmen dieses Streiks sprach der Praesident Rafael Correa auf einem grossen Platz in Quito zu den Polizisten und wurde hierbei persoenlich angegriffen. Nach diesem Angriff eskalierte die Situation und der Praesident wurde ins Polizeikrankenhaus in Quito eingeliefert und anschliessend dort festgehalten. Man stelle sich das mal mit unserer Frau Merkel vor…

Im Anschluss daran weiteten die Polizisten ihre Streiks in allen Staedten aus, es wurden Reifen angezuendet und oeffentliche Gebaeude gestuermt. Der Praesident erklaerte aus dem Krankenhaus den Ausnahmezustand fuer das gesamte Land, das Militaer hatte ab sofort die Aufgabe fuer Ordnung im Land zu sorgen. Der Flughafen und der oeffentliche Nahverkehr wurden gesperrt bzw ausgesetzt.

Wir verbrachten natuerlich den Rest des Tages in der Wohnung unserer Gastfamilie, die den ganzen Nachmittag vor dem Fernseher verbrachte und das Geschehen verfolgte. Da wir kaum etwas aus den Nachrichten verstehen konnten, war uns die Sache natuerlich absolut nicht geheuer aber es blieb uns nichts Anderes uebrig als erst einmal abzuwarten.

Heute morgen haben wir erfahren, dass der Praesident gestern Abend gewaltsam vom Militaer befreit wurde.

Gemaess den Angaben unserer Familie hat sich die Situation jetzt beruhigt, Militaer und Teile der Polizei arbeiten jetzt gemeinsam. Fuer uns ist das zwar unvorstellbar, aber fuer die Leute hier scheint die Situation nicht so dramatisch zu sein. Unser „Bruder“ sagte uns heute morgen laechelnd dass es in den letzten 10 Jahren oefter solche Aufstaende gab, der Praesident aber meist das Land verlassen musste, zu seiner eigenen Sicherheit. Inzwischen aber hat er im Parlament eine Mehrheit, und steht somit nicht wie die vorigen Jahre kurz vor dem Sturz.

Wir halten Augen und Ohren in den naechsten Tagen einfach offen, fuer unsere Familie ist die Situation inzwischen wieder voellig normal. Um uns gestern abend etwas abzulenken, hat man uns noch einen Film ueber die Galapagos Inseln gezeigt, unsere „Tante“, die zurzeit bei ihrer Schwester zu Besuch ist, war mehr begeistert als wir. Ihre Lieblingsworte sind lindo (huebsch), mira (schau) oder auch terrible (schlimm, wobei sie das Wort fuer die Streiks als auch fuer Galapagos benutzt). Fuer jedes Wort einen Euro und unsere zwei Wochen hier in Quito waeren bezahlt… :-).

Also wie gesagt, bei uns ist alles ok. Wir sind heute morgen auch wieder zu Fuss in die Schule gegangen, der Flughafen ist seit gestern Abend wieder offen, ebenso die Landesgrenzen nach Peru und Kolumbien. Unser Gepaeck ist allerdings immer noch verschollen. Wir wollten morgen mal zum Flughafen fahren und nachhoeren.

Werden heut abend so ab 20h deutscher Zeit wohl bei Skype online sein, vielleicht hoert man ja voneinander…

Viele Gruesse aus dem sonnigen Quito,

Ela und Seb