ist´s schön :-)!
Wir haben uns gedacht: Raus aus der Großstadt, rein in die Natur! Und zwar erst mal nach Otavalo. Diese Kleinstadt ist unter Touristen allerdings vor allem wegen des grossen Marktes bekannt, der samstags die ganze Stadt einnimmt. Es ist der grösste indigene Markt Südamerikas und wir starten am Samstag auf dem Tiermarkt.

Auf dem Obst- und Gemüsemarkt
Es ist nicht immer schön anzusehen wie hier Hühner, Meerschweinchen, Hunde, Katzen und natürlich auch Kühe und Pferde dargeboten werden. Aber wer weiss schon wie es in deutschen Viehzuchtanlagen aussieht, diesen Tieren hier ging es zumindest mal gut. Wir haben uns natürlich auch gleich erkundigt was es kosten würde ein Kälbchen für meinen Papa zu kaufen: unglaubliche 25$ (ca. 20€). Leider wars zu gross fürs Gepäck! 😉
Der Hauptmarkt mit allerhand kunstvoll gestaltetem Krimskrams und Kleidung made in Ecuador nimmt samstags die ganze Stadt ein und unser Hostel ist mittendrin, wunderbar!
Aber wir wollten ja in die Natur, also haben wir uns sonntags einen Pickup inklusive Fahrer gemietet, der uns auf 3.715 m zur Lagune Mojanda gebracht hat, natürlich auf der Ladefläche-an der Polizei vorbei. Aber das stört hier Niemanden! Die Lagune war wunderschön und eine Stille dort, ganz ungewohnt. Da wir aber noch eine schönere gefunden haben kommt später mehr zum Thema Lagunen… Ausserdem haben wir am nächsten Tag eine weitere Wanderung unternommen durch einen Eukalyptuswald zum Wasserfall „Peguche“, aber dazu seht ihr mehr in der Bildergalerie!

Das etwas andere Taxi...

v.l. Ela, Donna, Michael, Sander, Linda, Seb und Jasmin
Nach unserem Aufenthalt in Otavalo mussten wir einen kleinen Reisetag einbauen um von dort in Richtung Süden voranzukommen, unser Ziel war Latacunga, hier hatten wir ja Großes vor…also Bus geschnappt und ab in den Süden, naja waren insgesamt nur 4 1/2 Stunden. In Latacunga angekommen ging´s schnell ab ins Hostel um die nächsten Tage zu planen und um sich noch eine Mütze Schlaf abzuholen.
Am Dienstag Morgen ging´s dann los, wir hatten uns den Quilotoa-Loop für die nächsten drei Tage vorgenommen, eine Wanderung durch kleine Andendörfer und tolle Landschaften. Wer schon mal behauptet hat, der Saargau wär am Ar… der Welt, der sollte mal hierherkommen. Eine wunderbare Umgebung in einer Höhe bis zu 4.000 m. Selbstverständlich wird hier auch noch ordentlich Landwirtschaft betrieben, macht ja auch Sinn an steilen Berghängen. Da kann man nur den Hut ziehen (wir hatten aber leider keinen an) und sich still und heimlich wieder in den heimischen Garten zurückziehen.
Allein die Anfahrt mit dem Bus zum Startpunkt in Isinlivi (Andengroßstadt mit 93 Einwohnern) ist ein Highlight. Höhenangst sollte man besser keine haben, die Abgründe sind doch oft recht nah, für den Busfahrer aber kein Hinderniss die Andenpässe in einem Höllentempo zu erklimmen. Da bricht einem schon ab und zu der Schweiß aus…
Die Wanderung war traumhaft und obwohl wir mit Regen und kühlen Temperaturen gerechnet hatten, verwöhnten uns die Anden mit drei Tagen Sonnenschein und meist blauem Himmel. Nur die vielen umliegenden 6.000 er Vulkane wollten sich in der Ferne nicht sehen lassen. Vielleicht hatten wir vergessen vor dem Start nochmal ein Meerschweinchen zu opfern :-).

..nicht schlecht, oder?

Ja, eine Hängebrücke...
Mal abgesehen von der schönen Landschaft waren unsere Übernachtungsmöglichkeiten ebenfalls klasse. Kleine saubere Hostels mitten im Nirgendwo, damit hatten wir nicht gerechnet. Nach jeweils 5 Stunden Wanderung pro Tag hat das auch gut getan. Wir hatten ja schließlich auch ein paar Höhenmeter „abzuarbeiten“. Am dritten Tag sah unsere handgezeichnete Wanderkarte ( auf eine Beschilderung hat man hier sicherheitshalber verzichtet, wer braucht die auch schon?) einen Abstieg von 3.200 m auf 2.800 m vor um im Anschluss dann unser Wanderziel, die Kraterlagune Quilotoa, in einer Höhe von 3.960 m zu erreichen. Eine schweißtreibende Angelegenheit wie ihr euch vorstellen könnt, aber wir wurden immer wieder mit tollen Ausblicken auf die Andenlandschaft belohnt. Die befürchteten Probleme mit der Luft in dieser Höhe blieben allerdings aus, wir sind wohl doch die reinsten Konditionswunder ;-). Glücklicherweise erreichten wir die Lagune kurz bevor der Nebel nachmittags aufzog und wir konnten dieses tolle Fleckchen Erde genießen…

Geschafft!
Am Ziel angekommen mussten wir uns allerdings leider von unserer kleinen Reisetruppe (Steffi, Finn, Tanja und Robert) verabschieden. Nochmals vielen Dank für die schönen drei Tage auf dem Loop, wir hoffen ihr schaut mal öfter bei uns vorbei. Wünschen euch eine gute Weiterreise, vielleicht laufen wir uns ja nochmal über den Weg…macht´s gut!
Nach einer weiteren Nacht an der Lagune sind wir gestern Nachmittag wieder in Latacunga angekommen und nutzen den heutigen Tag um unsere Weiterreise zu planen, den Blog zu aktualisieren, mit der lieben Familie zu telefonieren und ein paar weitere organisatorische Dinge zu klären. Leider haben wir heute morgen auch Sander zumindest vorübergehend verloren, ihn zieht´s weiter an die Küste Ecuadors. Aber wir gehen fest davon aus, uns nächste Woche bereits wieder zu treffen…
Wir fahren heute abend weiter nach Cuenca und werden dann Mitte nächster Woche an die peruanische Küste weiterreisen (so ist es zumindest mal geplant ) und dort ein paar entspannte Tage am Strand verbringen, haben wir uns ja auch verdient. Der nächste Eintrag wird dann in Badehose, Bikini und Flip-Flops verfasst ;-).
Bis dahin, haltet die Ohren steif…
Grüße von der Panamericana,
Ela und Seb
PS: Die neuen Bilder gibt´s wie immer in unserer Galerie.
Hallo,
erstmal schöne Grüße aus Oberemmel 🙂
Nette „Reiseberichte“ und ja GEILE HOSE + passendes Schuhwerk (musste jetzt sein :-).
Dann mal schöne Tage… werden immer wieder mal reinschauen, was Ihr so treibt.
Gruß Stefan+Kerstin
Ach, hab ich ja voll vergessen….
Seb… geile Hose!!!
Was hättest du hier Lack bekommen wenn du die angehabt hättest…. 😉
Mahlzeit,
eure Wanderung hört sich ja mal gut an.
Aber das mit den Konditionswunder kann ich ja kaum glauben.
Ich seh unser Elchen genau vor mir…. mit hochroten Kopf bzw. Gesicht am pfeifen wir ein Wasserkocher und Seb am fluchen wir ein Rohrspatz genau so wie beim erklimmen von Golgotha…. 😉
Viel Spaß noch und gute Erholung am Strand… wir werden das beste bei uns rausholen bei Regen und 5 Grad… Sauna ist angesagt!!
Gruß Theis