Cuenca vs. Quito 2:1

29 10 2010

Aber Cuenca gegen Quito ins Rennen zu schicken ist auch eigentlich unfair-für Quito!

Quito ist natürlich stolz auf seine schöne Altstadt mit den tollen Kolonialbauten und das mit Recht! Aber das Zentrum Cuencas besteht nunmal fast völlig aus dieser Art Gebäuden. Man kommt sich in den schmalen kopfsteinpflasternen Strassen manchmal vor wie in Europa, die gusseisernen Balkone erinnern an Paris, die Sauberkeit fast schon an Deutschland. Denn Cuenca hat geschafft was Quito noch nicht verstanden hat: In Cuenca gibt es Mülleimer! In jedem Park gibt es gleich mehrere! 😉

Ausserdem hat Cuenca einen kleinen Fluss durch die Stadt, an dessen Ufer unser Hostel gelegen ist. Und noch eines hat Cuenca von dem Quito meilenweit entfernt ist: Cuenca ist gemütlich! Natürlich herrscht auch hier wie überall eine rege Huperei auf der Strasse und Zeitungs-, Eis- oder Lottoverkäufer schreien um die Wette, aber dennoch kommt man sich vor wie in einem kleinen Ort und nicht wie in einer Stadt mit ca 400.000 Einwohnern!

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Neue Kathedrale...

Heute schon in der Kirche gewesen?

Heute schon in der Kirche gewesen?

Cuenca hat allerdings nicht nur eine schöne Stadt, sondern in nur 30 km Entfernung einen sehr schönen Nationalpark. Also nichts wie ab in den Bus und nur 45 Minuten später waren wir der Meinung, dass wir gleich Frodo oder einem anderen Hobbit über den Weg laufen würden. Irgendwie unheimlich diese Ruhe und vor allem solch eine Landschaft in der Nähe einer Großstadt. Da wir tags zuvor vergeblich versucht hatten einen Guide zu engagieren, stapften wir also alleine los (wobei wir inzwischen wieder Verstärkung durch Steffi, Jasmin und Finn hatten; ja genau, unser Team vom Quilotoa-Loop!). Abends gönnten wir uns dann noch ein gemeinsames Essen (inzwischen hatte Sander es auch nach Cuenca geschafft) und für uns gings dann schnell ins Bettchen…ok, einen Gute-Nacht-Mojito hatten wir noch :-).
Wer findet den Hobbit?

Wer findet den Hobbit?

Am nächsten Morgen hieß es mal wieder früh raus, denn wir wollten nach Peru. Also mal wieder in den Bus, allerdings dieses Mal für ganze neun Stunden. Ziel war Mancora, der Surfspot Peru´s schlechthin…wenn da nicht die Grenze wäre. Naja, wir haben uns wirklich Gedanken gemacht, ob das alles so glatt läuft und dann? Bus hält an der Grenze Ecuadors -aussteigen, Stempel abholen, einsteigen, weiterfahren, Bus hält am Grenzposten Peru´s – aussteigen, Stempel abholen, einsteigen, weiterfahren. Zwischendurch wurde immer mal wieder ein prüfender Blick in den Gepäckraum des Busses geworfen und das war´s. Wir dachten wirklich unser Gepäck wird auf den Kopf gestellt und uns werden irgendwelche dummen Fragen gestellt(z.B. führen Sie mehr als 10.000 $ in bar mit sich…aber immer doch). Selbst Ela´s Hausapotheke wurde nicht geprüft. Ich vermute, das alles so glatt lief, weil ich mich am Abend zuvor noch rasiert hatte und uns keiner eine Mitgliedschaft in irgendeiner Terrorgruppe unterstellen konnte :-).
Nun sind wir also in Mancora, Peru angekommen. Wir werden die nächsten Tage Sonne, Strand und Meer genießen. Anfang nächster Woche geht´s wohl weiter Richtung Süden, die Berge rufen wieder. Bis dahin heißt´s aber…
...noch Fragen zur Hose?

...noch Fragen zur Hose?

Seb und Ela
PS: Die Bilder findet ihr….ach ihr wisst schon wo 😉