Auf den Spuren der Inka
18 11 2010Peru ist ja nun einmal bekannt für seine Inka-Vergangenheit und deshalb beginnt für uns schon in Arequipa die Suche nach den Spuren der Inka…
Arequipa ist bekannt als die weiße Stadt, eigentlich wg der Gebäude und der kargen hellen Landschaft im Umland, aber wir haben da andere Theorien gefunden:
- Es gibt unzählige Laundry-services (Waschsalons), in einer Strasse kann man gleich mehrere finden, und weil dann die Wäsche so schön weiß und sauber ist…
- In Arequipa gibt es mehr Zahnmedizinische Praxen als in jeder anderen Stadt in Südamerika. Es wird sogar in Reiseführern auf den Zahn-Tourismus hingewiesen! Wenn eine Stadt so schöne Zähne machen kann, ist es ja kein Wunder dass sie die weiße Stadt genannt wird! 😉
Naja, daneben ist Arequipa einfach sehr schön und ebenfalls sauber (zumindest im Zentrum). Außerdem gibt es im Umland den schon genannten Colca-Canyon, den wir auf einer 2 Tages Tour besucht haben. Leider haben wir keinen Condor entdecken können, dafür aber die kleinen Vicunjas, unter Naturschutz stehende Verwandte des Lamas. Natürlich auch Lamas und Alpacas in Hülle und Fülle!
Aber zurück zu den Inkas! In Arequipa kann man im Museum etwas ganz einzigartiges bewundern, nämlich den eingefrorenen Leichnam eines Inka-Mädchens dass vor ca. 500 Jahren auf dem Gipfel des Ampato geopfert wurde. Die Inka glaubten mit der Opferung der Kinder die Götter besänftigen zu können um z.B. Erdbeben oder Vulkanausbrüche zu verhindern. Juanita, so ihr neuer Name, dient heute archäologischen Zwecken und wird monatsweise ausgestellt, natürlich immer noch eingefroren. Es ist unglaublich wie gut ihr Körper erhalten ist, aber dass es tatsächlich Leute gibt die eine der vielen Postkarten mit ihrem Foto versenden bleibt uns ein Rätsel. Bei allem Respekt vor diesem kleinen Wunder eines Inka-Mädchens, eine Schönheit ist sie heute nicht mehr…
Von Arequipa aus wagen wir uns weiter in die Inka-Szene, mit dem Nachtbus geht’s in die ehemalige Hauptstadt der Inka, Cusco!
Auf den ersten Blick ist Cusco erstmal eines: Touristisch! Mehr als anderswo wird man von Händlern bedrängt und es gibt mehr Hostels und gute Restaurants als sonst wo. Der Nachteil ist dass es dann auch immer ein bisschen teurer wird. In der Stadt zeugen alte Inkamauern von deren Herrschaft und jeder zweite Hotelname hat etwas mit den Inka zu tun.
Wir buchen gleich am ersten Tag unser Ticket zum Machu Picchu, der berühmtesten Inka-Stätte der Welt und einem der 7 Weltwunder. Um es so günstig wie möglich zu machen reisen wir auf eigene Faust an, denn die organisierten Touren kosten ein Vermögen! Dazu fahren wir am Montag nach Aguas Calientes und übernachten dort, um bei den ersten zu sein, die am Eingang sind. Täglich dürfen 400 Menschen auf den Huayna Picchu, den steilen Berg im Hintergrund um von dort aus den atemberaubenden Blick auf die Stätte zu haben. Da wollen wir natürlich dabei sein und so geht’s morgens um 4 los per Fußmarsch auf den Berg Machu Picchu. Die Stufen haben wir nicht gezählt, aber es ist eine schweißtreibende Angelegenheit und da jeder bei den Ersten sein will wird auf dem schmalen Pfad auch keine Pause gemacht! Der Aufstieg dauert ca. 1h und danach kann man erst mal keine Treppen mehr sehen; Aber, wir haben den Stempel zum Huayna Pichu!
Zu erklären wie Machu Pichu aussieht oder sich anfühlt ist nicht so leicht. Eigentlich eben eine große Ruine, aus vielen großen Steinen. Aber eingebettet in diese Landschaft von steilen Bergen die wie grüne Zipfelmützen aussehen und so gut erhalten in ihrer ursprünglichen Form wirkt die Stätte anders, irgendwie noch lebendig. Die Gärtner vor Ort, die Lamas von Machu Picchu tragen ihren Teil dazu bei! 😉 Wir hoffen die Fotos bringen die Schönheit dieser Ruine wenigstens einigermaßen rüber…
Nachteilig sind die ganzen Stufen die man überqueren muss um die Stadt zu bewundern, schließlich besteht die ganze Anlage aus Stufen, Terrassen und Treppen. Vom Aufstieg auf den Huayna Picchu ganz zu schweigen. Ich dachte, ich (Ela) würde dort niemals mehr runterkommen! Um das Bild komplett zu machen haben wir auch noch das Sonnentor auf dem Inka-Trail erklommen und nach insgesamt 10 Stunden in und um die Inka-Stadt hat sich das teure Eintrittsticket doch gelohnt.
Auf der späten Rückfahrt um 22:30 mit Zug und Colectivo (privater Mini-Bus) waren wir völlig fertig und als wir endlich um 2 Uhr Nachts im Hostel ankamen hatten wir vom Machu Picchu erst mal genug und von den Inkas auch…
Cusco ist unsere letzte Station im schönen Peru, denn von hier aus geht’s (per Nachtbus-wie sonst!?) nach Bolivien! Und aus unserer ersten Station können wir auch gleich wieder ein Rätsel machen, weil`s so schön war…
Bitte vervollständigt dieses deutsche Lied:
„Die Vögelein, die Vögelein vom …“
Ach ja, das letzte Bilderrätsel hat „der kleine Chef“ alias Peter gewonnen! Obwohl Theis in alter Manier die Steilvorlage von Peter verwandelt hat! Ich (Seb) bin ja froh, dass es kein Torabstoß war, denn den hätte Theis ja wieder beim gegnerischen Stürmer untergebracht. J
Wir haben uns somit für 2 Gewinner entschieden – Herzlichen Glückwunsch!
Liebe Grüße aus dem goldenen Cusco, wir sehen uns wieder in Bolivien!
Ela und Seb
Kategorien : Peru