Die Vögelein, die Vögelein..

23 11 2010

..vom Titicacasee, die strecken wenn die Sonn´ aufgeht ihr Schwänzchen in die Höh´. Naja zugegeben, so schwer war unser Rätsel dieses Mal nicht. Aber trotzdem lieber Elmi Glückwunsch, du warst eben der Schnellste! Zum zweiten Mal geht der Tagessieg also nach Schoden. Unser Reiseziel war also der Titicacasee, wobei der Weg dorthin nicht so einfach war. Wie immer gings´s für uns mit dem Nachtbus weiter. Erstes Ziel war Puno, eine Stadt von der Größe Triers auf der peruanischen Seite des Titicacasees. Wir hatten die Rechnung allerdings ohne die Peruaner gemacht, kurz vor dem Ortseingang wurde zunächst einmal gestreikt und die Straße mit großen Steinen auf einer Länge von ca. 3 km versperrt. Also, raus aus dem Bus, Rucksack auf und den Rest zu Fuß. Wir hatten allerdings nicht nur unseren Rucksack zu tragen, sondern auch zwei Kisten mit Hühnern!?!…ja ihr hört richtig Hühner! Die nette Peruanerin war uns natürlich sehr dankbar für die Transporthilfe und wir konnten uns zwischendurch ein Lächeln nicht verkneifen. Das sind wohl die Geschichten, die das Reisen so schreibt. In Puno angekommen sollte die Reise aber gleich weitergehen, denn unser Reiseziel war Copacabana (nein, nicht Brasilien!) auf der bolivianischen Seite des Sees. Auch hier war die Sache allerdings nicht so einfach, denn unsere Busgesellschaft hatte vergessen unsere Reservierung weiterzugeben. Der Bus war natürlich rappelvoll und es waren nur noch zwei Plätze frei. Da wir aber seit gut einer Woche zu viert (Marion und Timo aus dem schönen Westerwald) unterwegs sind, hatten wir also ein Problem. Schlussendlich saßen Timo und ich (Seb) dann neben dem Busfahrer und die Mädels auf den beiden Restplätzen. Der Grenzübergang war dann ziemlich problemlos und so kamen wir dann doch noch nach 14 Stunden Fahrt in Copacabana an.

Der Titicacasee, schwer zu beschreiben, 15 Mal!!! so groß wie der Bodensee auf einer Höhe von ca. 3.800 m, eine Fläche von 8.400 km² (wie groß ist das Saarland? 🙂 ), der absolute Wahnsinn. Nach einem gemütlichen Tag in Copacabana, ging´s am nächsten Morgen mit dem Boot auf die Isla del Sol. Hier soll nach der Mythologie der Inka, der bärtige Gott Viracocha aus Steinen der Insel die Sonne geformt haben (is´ klar!). Außerdem sollen die ersten beiden Inka von hier aus losgezogen sein, um in Cusco das Inka-Reich zu gründen.

Traumhafte Aussichten

Traumhafte Aussichten

Marion, Timo und wir

Marion, Timo und wir

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Mittelmeerfeeling auf 3.800m

Wir wandern einen ganzen Tag über die Insel und genießen die Landschaft und die vielen schönen Ausblicke auf den See und die umliegenden Berge. Wir müssen allerdings auch feststellen, dass die Inselbewohner uns Touris für jede Kleinigkeit zur Kasse bitten. Es sind zwar immer kleine Beträge, aber irgendwie ist das schon ein bissl nervig. Nach einer wirklich ruhigen Nacht auf der Insel –außer uns war dort fast niemand- geht´s am nächsten Morgen wieder zurück zum Festland und direkt weiter mit dem Bus nach La Paz.

La Paz, Boliviens Regierungssitz (aber nicht Hauptstadt, das ist Sucre) und eigentlich zum ersten Mal eine Stadt wie wir sie uns in Südamerika vorgestellt haben, hier herrscht das organisierte Chaos. Die ganze Stadt scheint ein einziger Markt zu sein. Zuerst sind wir etwas überfordert aber irgendwie gefällt uns diese Stadt und die günstigen Preise sowieso.

Nach zwei Tagen verlassen wir La Paz allerdings wieder, wir haben für die kommenden fünf Tage eine Tour durch das Amazonasbecken Boliviens gebucht, heißt also Regenwald, wilde Tiere und jede Menge Natur. Zum ersten Mal tauchen wir auf unserer Reise in diese Welt ein und sind sehr gespannt was uns erwartet. Rurrenabaque heißt unser Zielort, für Alle die mal im Atlas nachschlagen wollen. Wie meinte damals schon Axel Rose (die Älteren von euch werden ihn sicherlich noch kennen 🙂 , „Welcome to the Jungle!“

Lg aus Bolivien, Ela und Seb

PS: Weitere Bilder vom Titicacasee gibt´s nächste Woche in der Bildergalerie.