Ein heißes Pflaster…
19 02 2011Die Nordinsel…unendliche Weiten…vom hohen Norden geht´s für uns wieder in Richtung Süden, weiter nördlich ging ja schließlich nicht mehr. Der Lake Taupo, das größte Binnengewässer Neuseelands war unser Zielort. Auf dem Weg dorthin wurde allerdings noch in Rotorua Halt gemacht. Die Erde brodelt, Geysire sprudeln und es stinkt manchmal fast unerträglich nach faulen Eiern. Hört sich doch nach einem netten Ort an, oder? Naja, faszinierend ist das schon was Mutter Erde so alles drauf hat und wir gönnen uns im Stadtpark ein nettes heißes Bad in einer der vielen heißen Quellen. Für einen längeren Aufenthalt scheint die Stadt, die auch viel über die Geschichte der Maoris zu erzählen hat aber nicht geeignet. Am bereits erwähnten Lake Taupo wird dann mal wieder ausgespannt, naja zumindest ein Teil unserer Truppe legt für zwei Tage die Beine hoch. Nadine und Micky ziehen es vor aus über 4.000 m aus einem Flugzeug zu springen…jeder eben wie er mag 😉
Ein breites, stundenlanges Dauergrinsen scheint die Folge zu sein…
Nach zwei Tagen Erholung packt uns dann wieder das Abenteuerfieber. Zum Glück liegt ca. 70 km vom See entfernt der Tongariro National Park. Auch hier gibt´s jede Menge Vulkane, dampfende Quellen, bunte Seen und leider auch den netten Geruch von Schwefel. An manchen Stellen scheint selbst unser Wanderweg mit Fußbodenheizung ausgestattet zu sein. Die Landschaft rund um den Mount Ruapehu, den höchsten Vulkan in diesem Park, ist wirklich einzigartig und beeindruckend. Einen kleinen Hobbit haben wir allerdings nicht gefunden… 🙂
Am nächsten Morgen soll die Reise wieder weitergehen und zwar nach Waitomo. Der Ort an sich mit seinen gut 40 Einwohnern könnte auch irgendwo auf dem Saargau liegen, sehenswert sind allerdings die vielen Höhlen die sich unter der Erde gebildet haben inklusive deren Bewohner, den Glühwürmchen. Da der Neuseeländer an sich ja einen an der Schüssel hat, geht´s dann natürlich nicht mit einer normalen Höhlenbesichtigung unter die Erde, nein, Black Water Rafting muss dann schon drin sein, oder? Also ab in den Neoprenanzug, Helm auf, Stirnlampe an und auf geht´s! In manchen Höhlen wird´s dann schon mal recht eng und gerade für unseren Neudreißiger Peter mit seinen knapp zwei Metern Länge ist das nicht immer so einfach…nach knapp zwei Stunden „unter Tage“ im ca. 13 Grad „warmen“ Wasser sind wir dann auch wieder froh Tageslicht zu sehen. Abends wird wie so oft der Grill angeschmissen und der Tag bei einem kühlen Blonden ausklingen gelassen…Grillen im Februar ist eben doch eine feine Sache!!!
Der Folgetag ist eine Reisetag denn wir legen die Strecke von Waitomo bis nach Wellington (470 km bzw. 7 Stunden Fahrt) an einem Tag zurück. Wellington ist die Hauptstadt Neuseelands und liegt am südlichsten Zipfel der Nordinsel. Für einen kurzen Stadtbummel bleibt noch Zeit, für mehr allerdings nicht denn wir nehmen am nächsten Morgen die Fähre in Richtung Südinsel. In knapp 3 ½ Stunden geht´s über die Cook Strait durch die tolle Landschaft der Marlborough Sounds (wo wohnt eigentlich der Marlboro-Cowboy?) nach Picton. Das Abenteuer Nordinsel ist also vorüber, Südinsel wir kommen!
Ansonsten ist das Reisen in Neuseeland für uns wirklich sehr entspannend. Das eigene Bett immer dabei und unser Bombero läuft und läuft. Abends sitzen wir meistens gemütlich zusammen, trinken ein gutes Bierchen oder den wirklich leckeren neuseeländischen Weißwein und grillen. Das einzige Problem ist hier wirklich das Internet. Die Verbindung ist nicht immer ganz so einfach und wenn vorhanden wirklich teuer. Deshalb dauert´s im Moment auch ein bissl länger was unsere neuen Berichte und Fotos angeht….sorry! Aber natürlich denken wir weiterhin ganz oft an euch, wir haben euch nicht vergessen…!
Viele liebe Grüße vom anderen Ende der Welt,
Ela und Seb
Kategorien : Neuseeland