Awesome!!!

11 03 2011

Jaja, wir wissen´s ja, der letzte Bericht ist schon wieder eine Weile her. Aber wir gehen einfach davon aus, dass von euch in den letzten närrischen Tagen eh keiner in der Verfassung war einen Bericht zu lesen, oder? In diesem Sinne nochmals ein letztes Hei-Her, Do-Her, Schoden Hau-Rein, Tälchen Helau und Wincher Wei-Rün oder so ähnlich…wir hoffen ihr hattet ein paar tolle Tage und habt ordentlich gefeiert? Wir wären wirklich gerne dabei gewesen aber so bleibt uns zumindest der Kater am Aschermittwoch erspart… 😉

Bei uns war selbstverständlich auch einiges los…und wir müssen schon sagen, dass die Reiseberichte aus Neuseeland deutlich schwieriger zu schreiben sind als aus Südamerika. Da unser Bombero weiter fleißig Kilometer schrubbt, erleben wir fast täglich Neues. Egal ob Rafting in Queenstown, Wandern im Fjordland oder im Kajak durch den Milford Sound, es ist wirklich beeindruckend wie vielfältig und abwechslungsreich dieses Land doch ist. Leider ist es mit dem Wetter genauso und so erleben wir auf der Südinsel quasi „Aprilwetter“ im Sommer. Zum Raften und Wandern scheint die Sonne, im Milford Sound regnet es über Stunden in Strömen. Aber wie hat Peter so schön gesagt…“ist es draußen kalt und nass, macht es auch im Kajak Spaß“…fünf Euro ins Phrasenschwein bitte! 🙂

Nach so viel Abenteuer war aber dann mal wieder Abschied nehmen angesagt denn auch für Kathrin und Peter stand die Heimreise bald an. Wir hatten in unserem Konvoi durch Neuseeland wirklich fünf tolle Wochen und hoffen, dass ihr vier genauso viel Spaß hattet wie wir? Schöne Grüße nach Emmel und ins Ü-Land…wir sehen uns im Herbst!!!

Für uns ging´s weiter in Richtung Dunedin, quasi ein bissl Schottland in Neuseeland. Weiter südlich geht´s an die Catlins Coast. Hier gibt´s eine raue Landschaft die uns irgendwie  an Irland erinnert. Highlight sind allerdings die Bewohner, Seelöwen und Gelbaugenpinguine sind nämlich hier zu Hause. Ela war natürlich begeistert, die kleinen Pinguine sind ja so süß!!!

Weiter geht´s, der Berg ruft! In unserem Fall nicht irgendeiner sondern der höchste Neuseelands, Mount Cook. Wir wandern bei wieder bestem Wetter zwei Tage rund um den Gipfel und sind von der Landschaft und den Aussichten begeistert, ok ich (Seb) natürlich etwas mehr als Ela. Allerdings sind die Temperaturen in der Nacht auch ein wenig gewöhnungsbedürftig, die 0° Grad Grenze rückt doch bedrohlich näher…so geht die Reise also nach zwei Tagen weiter in Richtung Norden und in wärme Regionen. Zwischendurch muss natürlich auch mal wieder ein guter Tropfen probiert werden. In der Nähe von Queenstown hatten wir die Möglichkeit dazu, im Weinanbaugebiet Central Otago. Hier wird zwar erst seit ca. 25 Jahren Wein angebaut, aber nach einigen Proben ist die Region für uns ein echter Geheimtipp! Nicht nur Grau- und Spätburgunder, selbst der Riesling ist wirklich lecker. Vielleicht liegt´s daran, dass das Klima dort unserem an der Saar doch sehr nahe kommt.

Bei soviel Erzählungen über die Landschaft Neuseelands, soll eine Sache aber nicht zu kurz kommen, der Kiwi an sich. Dass der Neuseeländer ja einen kleinen an der Klatsche hat, haben wir ja bereits erzählt aber was uns hier an Freundlichkeit und Offenheit entgegengebracht wird, ist wirklich unglaublich. Stehen wir an einer Ecke und grübeln über dem Stadtplan, dauert´s nur ein paar Sekunden und Hilfe naht, ein kurzes nettes Gespräch im Supermarkt oder in der Bank beim Geldwechsel, kein Problem. Selbst während einer Polizeikontrolle (Routinekontrolle natürlich!!!) sind wir überrascht wie einfach und unkompliziert alles sein kann wenn man einfach nur nett ist. Alles ist awesome (großartig) oder excellent, sei es das Essen, das kühle Bier zum Feierabend oder einfach nur das wir aus Deutschland sind…einfach awesome eben!!!

Ach so, ein bissl Südamerika haben wir dann doch noch hier. Das Erdbeben vor ca. zwei Wochen in Christchurch hat uns einen ziemlichen Schreck eingejagt und wir hoffen und drücken die Daumen das sich die Stadt in den nächsten Wochen und Monaten von diesem erneuten Schock erholt, das letzte Erdbeben ist ja erst fünf Monate her… 

Eigentlich war geplant die letzten beiden Wochen in Christchurch zu verbringen, den Bus zu verkaufen und nach Möglichkeit noch ein wenig die Reisekasse aufzupäppeln…naja, die Stadt scheint zurzeit nicht der richtige Ort dafür zu sein, deshalb geht´s also wieder zurück nach Auckland. Hier können wir evtl. auch im Hostel von Christina für ein wenig Hilfe bei der Hausarbeit eine gute Woche umsonst wohnen. Wäre natürlich sehr praktisch… 

Also macht´s gut und lasst von euch hören,

Ela und Seb