Zurück zu den Wurzeln
10 06 2011Naja, so ganz zurück zu den Wurzeln ist es ja dann doch nicht. Wir sind noch nicht zu Jägern und Sammlern geworden, oder doch? Gute 10 Tage sind wir jetzt in Denmark, oder zumindest in der Nähe, und haben uns ganz gut eingelebt. Unser Schuppen ist ganz gemütlich wenn wir den Ofen genug anschmeißen, und das warme Wasser kommt sogar wenn der Ofen aus ist! 😉 Also, alles noch ganz zivilisiert, auch ohne Handynetz!
Die Tage fliegen nur so bei all unseren Aufgaben. Da im Wingert zu dieser Jahreszeit (hier ist Winteranfang) nicht so viel zu tun ist, beschäftigt man uns vor allem im Wald, im Garten und rund ums Haus. Ein bisschen was von Jäger und Sammler hat das dann schon wenn ich im Gemüse- und Kräutergarten das Essen für Abends suchen geh und Seb im Pickup auf Känguruhjagd fährt (Gott sei Dank keins gefunden). Im Wald hat Seb mit der Kettensäge das Sagen, setzt Zäune mit dem Traktor um und fährt den riesigen Rasenmäher spazieren. Meine Muskeln können schon kein Schnittholz mehr sehen, also halte ich mich lieber ans Hühnerfüttern und Gärtnern und komme so eben doch „zurück zu den Wurzeln“. Auf jeden Fall kann man sagen dass wir hier wieder fit werden nach dem ganzen Autofahren der letzten Wochen und das ganz normale Leben Australiens wirklich genießen. Dazu tragen auch all die netten Leute rund um Felicity und Anthony, die Inhaber des Weinguts bei. Im Proberaum haben wir schon mit sämtlichen Leuten ein Gläschen probiert und als unsere Chefs diese Woche nach Perth in ihr eigentliches Haus zurückgekehrt sind, haben sie uns noch ca. 10 Flaschen Wein dagelassen, für die nächsten 9 Tage wohlgemerkt! Ihr seht, es geht uns nicht schlecht und weil alles so gut läuft bleiben wir wohl noch ein bisschen, bis es wieder zurück nach Perth und anschließend nach Sydney geht…
…leider hat in unserer restlichen Zeit in Denmark der Blog versagt, also sind wir jetzt schon wieder zurück in Perth! Aber weiter im Text…
…die restliche Woche haben wir nicht nur auf dem Weingut, sondern auch auf einer Olivernfarm verbracht, als Gastpflücker sozusagen! Traubenlesen ist allerdings interessanter!
Außerdem sind wir in unserer neuen australischen Lieblingsgemeinde noch zu Drachenbootpaddelern geworden, zumindest Seb während ich vorne gesessen habe um die Fahrt zu genießen… Nein, nicht weil ich so faul bin, sondern wg Erkältung und keiner Lust nass zu werden! 😉
Die Leute sind echt nett hier, auch wenn man sich an das ein oder andere erst gewöhnen muss. Die Australier sind nämlich grundsätzlich eher sprachfaul und kürzen alles ab was man nur so kürzen kann. Frühstück (Breakfast) wird dann zum Brekkie, ein Sandwich zum Sandie und das allseitsbeliebte Barbecue wird zu Barbie. Interessanter wird’s dann noch bei den Weinen hier, denn ein Sauvignon Blanc wird hier zum Sav Blanc und ein Cabernet Sauvignon zum Cab-Sav! Noch Fragen?!? 😀
Wir haben hier übrigens alles Mögliche in der Flasche, am meisten Fläche der 10 ha nimmt aber der Chardonnay ein. Zu unserem Glück gibt’s den auch ohne Ausbau im Holzfass, oder nur mit ganz kurzer Zeit im Barrique. So gibt es immer noch schön frische Weißweine, vor allem der „Sekt“ ist mmmmhhh lecker!! Seb hat sich hier in den Merlot verliebt, aber auch nur weil es keinen Shiraz gibt! 😉 Wenn ihr mal was nachlesen wollt über „unser“ Weingut könnt ihr das gerne machen unter www.silverstreamwines.com oder auch auf Facebook unter Silverstream Wines!
So, wir stoßen jetzt noch mal an auf unsere Arbeitsstelle und natürlich auch auf einen weiteren Grund zum Feiern… denn wer Seb kennt der weiß wie nervös er die letzten Wochen war. Wegen was? Na wegen den Fohlen!
Tja, was soll ich jetzt dazu noch sagen? Am besten einfach nur: „ Nieeee meeeehhhhhr zweite Ligaaaaa, nie mehr, nie mehr!
Aber ich habe ja eigentlich nie daran gezweifelt…ihr erinnert euch doch bestimmt noch an mein Geheimtreffen in Buenos Aires, oder?
Weinfrohe Borussengrüße,
Ela und Seb
Kategorien : Australien











