Ab in den Norden!

31 08 2011

Wie, wann und wo? Am besten mit dem Zug und möglichst bald und wenn es geht nach Chiang Mai. Geht aber nicht sofort, die nächsten freien Nachtzugplätze gibt es erst in zwei Tagen. Also wieder zwei Tage in Bangkok, kein Problem! Auch wenn die Stadt nicht schön ist, langweilig wird einem hier sicherlich nicht und außerdem fehlt uns ja noch eine Kleinigkeit auf unserer Asien To do-Liste, der Thai-Kochkurs! Angebote gibt es jede Menge und der Spaß ist für europäische Verhältnisse auch günstig. Zuerst gehts natürlich auf den Markt, die Zutaten für den Wok müssen ja noch eingekauft werden. Unser „chef de cuisine“ heißt Mai Lee und wir stellen fest, dass sie nicht nur kochen kann sondern auch noch ausgebildete Tänzerin und Sängerin zu sein scheint. Letzteres dann leider auch zu meinem Bedauern denn sie singt nicht gerne alleine. So wird nicht nur der Kochlöffel geschwungen sondern auch der ein oder andere thailändische Küchenhit rausgeschmettert! „Sep, sep, sep, sep…! “ Zum Glück kommt das Kochen bei dem ganzen Unterhaltungsprogramm nicht zu kurz und am Ende gibt es auch noch das passende Kochbuch zu all den leckeren Gerichten. Ihr könnt euch also bald auf kulinarische Hochgenüsse freuen…wenn sich da mal einer nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt hat?!? 🙂 Die restliche Zeit in Bangkok verbringen wir wie gewohnt mit Märkten, gutem Essen und unseren neuen Begleitern, Arturo und Cristina aus Barcelona.

Zu viert geht es dann auch mit besagtem Nachtzug nach Chiang Mai. Bis auf die vier Stunden Verspätung und die Notwendigkeit zwei Stunden vor der Ankunft in den Bus umsteigen zu müssen, ist alles wie immer. Chiang Mai ist nicht nur eine gemütliche Stadt im Norden Thailands, hier befinden sich auch die höchsten Berge des Landes und das macht die Region in der Nähe des Goldenen Dreiecks zu einem beliebten Wandergebiet. Wir buchen gemeinsam eine Tour über drei Tage und freuen uns darauf, wieder aktiv zu werden. In Asien kommt das immer ein bissl zu kurz, aber es ist ja auch mörrrrderrrrheiß hier… 😉

Wir wandern abwechselnd durch Wälder und Reisfelder, hoch und nieder, immer wieder! Abends steuern wir fast wie in den Alpen ein kleines Hüttchen an, unser Guide Pong kocht für die müden Krieger und es gibt trotz fehlendem Strom und Warmwasser ein kaltes Bier! Da will Mann nicht klagen… 😉 Da unsere Beine am letzten Tag immer schwerer werden, bekommen wir dickhäutige Verstärkung. Wir reiten auf dem Rücken eines Elefanten durch die herrliche Berglandschaft und können nur darüber staunen, wie es diese Tiere schaffen auf den schlammigen Wegen und dem ganzen auf und ab nicht ins rutschen zu geraten. Zur Belohnung gibt es natürlich immer fleißig ein Banänchen, gut gemacht Dicker! Zum Abschluss einer jeden Tour gehört auch ein kleines Raftingabenteuer, allerdings nicht wie gewohnt im Schlauchboot sondern mit einem Gefährt, dass den Namen Boot nicht wirklich verdient, es wurden nämlich nur ein paar Bambusrohre aneinander befestigt und ab geht die gute Fahrt! Ein Heidenspaß können wir euch sagen und so gehen drei wirklich schöne Tage zu Ende…

Zurück am Abend in Chiang Mai gönnen wir uns zuerst ein leckeres Abendessen beim Italiener…ja, ja, ich weiß was ihr jetzt denkt…oohh die Damen und Herren, beim Italiener?!?….ist ihnen das asiatische Essen nicht mehr gut genug?!? Die Antwort ist schlicht und einfach:“Ja!“ 🙂 Nee, im Ernst, irgendwann ist eben auch mal gut mit Reis, Suppe oder Nudeln. Das abendliche Verwöhnprogramm war damit allerdings noch nicht beendet, denn die anschließende Massage hatten wir uns schließlich verdient, oder?

Von unserem nächsten Reiseziel haben wir euch dieses Mal nur ein paar Bilder angehangen, vielleicht weiß jemand von euch ja die Lösung und dann sogar ein wenig mehr… 🙂

Grüße in die Heimat und bis die Tage,

Ela und Seb



Inselhüpfen auf Thai

7 07 2011
Auch wenn es mit der Sprache in Thailand noch ziemlich hapert, die thailändische Art zu reisen haben wir in den letzten Wochen komplett verinnerlicht, inklusive der etwas ungewöhnlichen Transportmittel…

In Ko Tao oder wie man hier auch sagt „Ko Tauch“ springen wir auf der Leiter der Zivilisation zunächst einmal eine Stufe nach unten. Die Straßen verdienen diesen Namen nun wirklich nicht mehr und das Inselinnere ist nur noch über Feldwege zu erreichen die eigentlich nur mit einem Armeepanzer zu befahren sind. Aber bei einer Größe von 21 qkm ist das schließlich auch nicht so schlimm. Dafür hat Ko Tao aber sicherlich auch die höchste Dichte an Tauchschulen denn bei der letzten Zählung im Sommer 2008 waren es immerhin über 40 verschiedene Anbieter!

Wie unser Alltag also ausgesehen hat, könnt ihr euch sicherlich vorstellen, oder? Gemütliches Frühstück, mittags in einer der vielen Buchten in der Sonne faulenzen oder eben Maske und Schnorchel auf und die Unterwasserwelt erkunden, Stress pur 🙂 !

Um die ganze Vielfalt unter Wasser kennenzulernen, buchen wir an einem Tag auch einen Schnorcheltrip und so einfach entdeckt man dann eben auch den Rest der Insel. Ela hatte am nächsten Tag noch ein ganz besonderes Taucherlebnis, aber davon erzählt sie euch beim nächsten Mal am besten selbst…

Ein besonderes Highlight dieser Insel sind aber die Abende am Strand. Die vielen kleinen Bars und Cafés direkt am Wasser, die Füße im Sand und einen leckeren Caipirinha in der Hand, was will man mehr? Die Atmosphäre bei Kerzenschein und entspannter Musik ist wirklich der Knaller!

Vier Tage verbringen wir auf diesem kleinen Inselparadies, aber es gibt ja noch mehr zu entdecken. Wir buchen also die Weiterfahrt und verlassen die Ostküste in Richtung Westen, Ko Phi Phi heißt unser Ziel.

Wir nutzen eine für uns neue Transportmöglichkeit, das Nachtboot. Die Fahrt zurück zum Festland soll knappe acht Stunden dauern, aber warum? Die Hinfahrt ist doch deutlich kürzer gewesen…wir stellen dann fest, dass es an unserem Boot liegt, welches vermutlich in den wilden Siebzigern als Transportschiff genutzt wurde. Als das normale Transportgeschäft abflaute, überlegte man sich was denn sonst noch so transportiert werden könnte? Na, ist doch klar, Touristen! Aus dem Frachtraum wird der Schlafraum und los gehts! Die ganze Sache hatte irgendwie was von einem Flüchtlingstransport auf hoher See, nur ohne Flüchtlinge (wahrscheinlich). Wir haben allerdings ganz gut geschlafen und sind wieder um eine Erfahrung reicher 🙂 .

Am Festland angekommen gehts mit Bus und einer weiteren Fähre nach Ko Phi Phi. Wir sind ja auf Ko Tao auf der Zivilisationsleiter eine Stufe runter gesprungen, ihr erinnert euch sicherlich noch, oder? Jetzt springen wir sogar zwei Stufen auf einmal nach unten, denn Straßen gibts hier gar keine mehr und der Personentransport wird per Longtailboot erledigt.

Wir haben wieder Glück und finden direkt einen schönen Bungalow in einer netten kleinen Bucht. Nun ja, unsere Tagesaktivitäten haben sich im Vergleich zum letzten Inselaufenthalt nicht wirklich verändert, aber ihr seid uns deswegen bestimmt nicht böse, oder?

Wir erkunden neue traumhafte Strände und sogar einen ganz Besonderen! Wir hatten doch schon seit langer Zeit kein Bilderrätsel mehr…also wer kennt den letzten Strand aus unserer Bildergalerie?

Nach so viel Hüpferei gings gestern Abend zurück nach Bangkok, wieder per Nachtzug. Marco und Julchen treten heute Abend die Heimreise an und für uns gehts morgen früh weiter nach Vietnam. Die gemeinsame Zeit ging viel zu schnell vorbei und wir wünschen den beiden einen guten Flug!

Da wäre dann wieder die Geschichte mit dem weinenden und dem lachenden Auge, denn wir haben kurzfristig wieder Verstärkung angefordert. Wir treffen Jochen und Rebecca am Sonntag in Hanoi und reisen mit den beiden bis Ende Juli durch Vietnam.

Also machts gut und lasst von euch hören.

Letzte Grüße aus Bangkok,

Ela, Julchen, Marco und Seb

 

 

 



Von Straßenverkäufern, Staus und super Stränden…

28 06 2011
Und natürlich Sommer!!! Denn wir sind in Asien angekommen und jetzt kann wieder der “Urlaub“ anfangen! Nicht nur das Wetter und die Preise bringen uns in Urlaubsstimmung, auch die nötige Verstärkung aus der Heimat hat Thailand erreicht! Marco und Julchen sind sicher in Bangkok gelandet und zusammen erkunden wir in den ersten Tagen diese verrückte Großstadt.
Straßenmärkte an jeder Ecke, Imbissbuden mit allem was man frittieren kann und buntes Obst zwischen allerlei fahrbaren Untersätzen. Neben den tausenden Autos drängeln sich vor allem Mopeds oder Tuk Tuks durch die Straßen. Fußgänger haben es da nicht so einfach und wenn man auf ein Taxi umsteigen will geht erst mal das allerwichtigste los: Das Handeln! Da werden lächelnde Tuk Tuk Fahrer und freundliche Marktdamen zu echten Geschäftsleuten und egal wie blöd man sich vorkommt, wenn man nicht handelt ist man eben selbst schuld! Alles in allem erinnert uns diese Welt dann doch wieder ein bisschen an Südamerika, nur sind die Schriftzeichen andere. Auch das Straßenbild mit Müll in allen Ecken, Häusern die in Deutschland zum Schutz der Allgemeinheit abgerissen werden würden oder auch Stromleitungen, die wild und ungeschützt durch die Lüfte gezogen werden und Versorgungstechniker Marco an Wunder glauben lassen. Unserer Annahme zum Trotz haben wir bei Regen allerdings keine Stromschläge spüren können! 😉 Nicht zu vergessen die unvergleichlichen Essenständen die für jedes deutsche Gesundheitsamt die Hölle darstellen müssen. Aber keine Angst, bis jetzt haben wir alles wunderbar vertragen und meist is(s)t man doch überrascht welche Köstlichkeiten da aus den Pfannen gezaubert werden! In dem ganzen Trubel kann es dann schon mal vorkommen dass man seinem besten Freund mit dem Auge in den Finger läuft. Hört sich komisch an – ist aber so! Allerdings können wir auch hier sagen dass sich niemand Sorgen machen muss, nach einem Kontrollbesuch im Krankenhaus (übrigens einem modernerem als wir bei uns haben) ist alles wieder in bester Ordnung und Seb ist jetzt stolzer Träger eines thailändischen Krankenkärtchens.
Natürlich wenden wir uns auch der Kultur zu und besuchen wie es sich für einen braven Touristen gehört die größte Sehenswürdigkeit Bangkoks, den Königspalast! Damit ist allerdings nicht nur ein Tempel, sondern eine ganze Anlage gemeint, mit Gärten, Buddhas und vielen bunten Gebäuden, eines schöner als das andere!
Die Touristraße Kao San besuchen wir nur kurz auf unserem Weg nach Chinatown und sind uns schnell einig dass wir es in unserer Ecke der Stadt besser getroffen haben. Beim abendlichen Marktbesuch verstehen uns die Bedienungen zwar nicht, aber dafür werden wir auch nicht alle drei Meter auf Englisch von Verkäufern angesprochen. Trotzdem ist so ein Stadtleben anstrengend und deshalb gibt es für uns nur noch eines: Ab auf die Insel!
Als erste Insel haben wir uns Koh Samui ausgesucht. Die bekannte Urlaubsinsel ist zu dieser Jahreszeit alles andere als überlaufen, ganz entgegen der Aussagen vieler Reiseführer. Aber wie so oft ist ja auch der Weg das Ziel und diesmal entscheiden wir uns mal gegen den Bus und für den Zug! Das etwas schmunkig wirkende Abteil entpuppt sich als Mehrbettgang mit gemütlichen abgetrennten Schlafkojen und so vergeht die Nachtfahrt wie im Flug. Weiter geht’s mit Bus und Boot um endlich auf Samui anzukommen. In unseren großzügigen Bungalows kommen wir uns vor wie All-Inklusive Urlauber und auf dem Roller wird man dann fast zum Einheimischen! Auch wenn Koh Samui vielen ein Begriff ist, abseits der großen Hotelanlagen ist der Strand überraschend ruhig und wenn man Glück hat, ist der nächste Essensstand nicht weit, auch wenn man selbst Grillen muss… 🙂
Wir faulenzen also unter Palmen, schleppen uns ins Badewannenmeerwasser und gönnen uns einen Drink an der Bar hinter uns. Es könnte uns schlechter gehen, soviel steht fest! Zur Abwechslung geht’s mit dem Roller andere Strände erkunden, oder auch das fast unbewohnte Inselinnere, über Straßen die auch nicht so ganz der Straßenverkehrsordnung entsprechen. Wir könnten noch einige Tage hier verbringen, aber das nächste Boot ist schon gebucht. Auf Koh Tao, der Tauchinsel Thailands, wollen wir die thailändische Unterwasserwelt besser kennenlernen und der Strand kommt natürlich auch nicht zu kurz! 😀
Sonnenverwöhnte Grüße von uns vier Urlaubern!
Seb, Ela, Marco und Julchen