Abenteuer Westkueste

14 05 2011

Zunächst muss hier einmal eine Sache klar gestellt werden…Australien ist einfach zu groß, nee wirklich, einfach zu groß! Das kann einem mit der Zeit auch ganz schön auf den Zeiger gehen, wenn man jedes Mal wieder mindestens 500 km fahren muss um sich das nächste Highlight anzusehen. Naja, so schlimm ist es natürlich auch wieder nicht, aber das musste mal gesagt werden…

Aufgrund der etwas weiteren Entfernungen, reisen wir ja hier bekanntlich in Etappen. Unsere Aufgabe für die nächste Etappe lautete dann: „Ab nach Broome!“ Wie immer stellt sich zuerst die Frage: „Wie hinkommen?“ Eigentlich hatten wir uns bereits auf unsere nächste Busfahrt eingestellt, als am letzten Morgen in Darwin das Handy klingelte. Das bedeutet für uns dann wieder umplanen, denn es wurde uns erneut eine Relocation angeboten. Warum also nicht? Fünf Tage, etwas über 2.000 km und dann gibt man uns sogar ein 4WD (Allradantrieb). Wir sind der Meinung, dass ist spitze denn auf der Strecke gibt´s viele schöne Möglichkeiten um in die australische Natur einzutauchen und die Reifen ordentlich fliegen zu lassen. Spitze war dann nicht mehr als man uns sagte, dass wir bei einer Relocation keine ungeteerten Straßen befahren dürfen. Macht ja Sinn, oder? Naja, nachdem wir auf unserer Tour feststellen mussten, dass die meisten Nationalparks wegen der starken Regenfälle der letzten Monate noch geschlossen sind, war´s dann auch nicht mehr so tragisch…

Der Litchfield National Park gehört in jedem Fall zu einem unserer bisherigen Australienhighlights. Große und kleine Wasserfälle in denen wir sogar schwimmen können, wilde Bachläufe und wir sehen sogar ein lebendiges Känguru!

Wir machen Halt im Nitmiluk- und Mirima National Park. Hier gibt´s die Möglichkeit zum wandern und Bewegung tut uns ehrlich gesagt auch mal wieder gut. Die Nächte verbringen wir nicht wie bisher gewohnt in einem schmucken Einfamilienhaus, sondern zu dritt im Zelt. In unserem Jeep ist nämlich nicht genug Platz. Ist aber kein Problem, unser Jeep ist ja mit allem ausgestattet inklusive Küche und Kühlschrank, da bleibt sogar bei den heißen Temperaturen tagsüber das Feierabendbierchen kalt…!

Australien hält aber auch wieder eine Überraschung für uns bereit und zwar den Lake Argyle. Mitten im Nirgendwo ein Stausee auf einer Fläche von 58.000 ha. Schwimmen ist hier allerdings keine so gute Idee, der See ist nämlich die Heimat für über 1.000 Süßwasserkrokodile. Überhaupt sind wir beeindruckt von den Wassermassen die hier jedes Jahr in der Regenzeit ganze Landstriche verwüsten. Fitzroy Crossing zum Beispiel, ein kleiner Ort in den Kimberleys, war bis vor drei Monaten für Wochen von der Außenwelt abgeschnitten. Es ist schon seltsam was für ein Leben viele Menschen in diesen abgelegen Regionen Australiens führen. Der nächste Ort liegt oft einige hundert Kilometer entfernt, die Launen der Natur tuen dann nicht selten ihr Übriges. Aber letztlich ist es ja das, was viele Leute an Australien so fasziniert…

Wir erreichen den indischen Ozean und somit Broome einen Tag früher als geplant. Macht aber nichts, denn mit Cable Beach gibt´s einen super schönen weißen Sandstrand quasi vor der Haustür. Broome ist darüber hinaus eine wirklich gemütliche Kleinstadt in der man sich wohlfühlt. Bekannt wurde die Stadt vor allem wegen der Perlentaucher, deren Schätze man heute noch in den vielen Juwelierlädchen bestaunen kann. Aber auf der typischen Broome Postkarte findet man allerdings ein anders Motiv: Kamele im Sonnenuntergang. Seit der “Einführung“ des ersten Kamels nach Australien leben nämlich ein Haufen Wildkamele im Outback und ein Karavanenritt am Cable Beach gehört hier zum guten Ton! 😉

Bei uns war es ein ganz besonderer Strandausflug, denn Dank des versehentlichen Besuchs eines Salzwasserkrokodils hat zumindest Ela an diesem Abend nicht nur den Sonnenuntergang im Auge behalten. 😀

Wir können also sagen: „Etappenziel erreicht!“

Bis zur nächsten Runde unserer „kleinen“ Tour de Australia viele Grüße aus dem wilden Westen,

Ela und Seb



Aktionen

Informationen

Schreib einen Kommentar

Du kannst diese Tags verwenden : <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>