Australien mal anders – Perth und der Südwesten
24 05 2011Das typische Australien ist für viele einfach Sommer, Sonne, Party und moderne Städte gleich am Traumstrand!
Dieses Australien hatten wir ja nun noch nicht so ganz, schließlich haben wir die gut besuchten Großstädte an der Ostküste komplett von unserem Plan gestrichen. Das liegt einmal daran, dass so ein Party-Urlaub nicht so ganz in unser Bild einer Weltreise passt, zum anderen erst recht nicht in unseren Weltreisegeldbeutel.
Das andere Australien, so komplett anders, haben wir in der letzten Woche kennengelernt. Kalte Nächte, Novemberwetter, Herbstfarben, Wälder, viel Wein und noch mehr Kühe, so kann Australien auch sein!
Wir erreichen zunächst Perth, die abgelegenste Landeshauptstadt der Welt. Hier ist das Herz Westaustraliens, diesem wirklich riiiiesigen Teil! Natürlich hat Perth alles was eine Großstadt ausmacht, aber eben auch ein bisschen mehr. Mehr Meer vor allem, denn rund um Perth findet man die schönsten Surfstrände und vom Kings Park aus, der über der Stadt thront, hat man einen wunderbaren Blick über die Stadtteile die rund um die Mündung des Swanrivers am Meer liegen. In der Innenstadt gibt es wieder richtige Fußgängerzonen zwischen Hochhäusern und drei Straßen daneben steht das kleine Einfamilienhaus, alles in allem eine gute Mischung!
Aber wir wollen ja weiter, die Westküste soll nämlich besonders schön ganz unten im Süden sein. Wir packen also wieder alles, inklusive Silke, in ein Wohnmobil und düsen los. In Freemantle hat man noch ein bisschen mehr Gemütlichkeit als in der großen Stadt, die Straßen sind ruhiger und die Häuser haben fast schon historisches Aussehen. Die anderen Städte auf unserem Weg in den Süden sind auch ganz nett, aber was diesen Teil der Küste ausmacht sind wirklich die weiten, aber einsamen Strände, an denen wir jeden Abend anhalten und einfach im Auto schlafen, hier scheint es niemanden so wirklich zu interessieren. Leider sind diese Traumstrände aber nur was fürs Auge, schließlich ist hier Spätherbst und wir müssen wieder die dicken Fleecepullis aus den Tiefen des Rucksacks fischen.
Das erste Highlight auf unserer Tour ist die Region um Margaret River. Hier reiht sich ein Weingut an das andere und dazwischen kann man seinem Gaumen mit Käse-, Oliven-, Schokolade- und anderen Köstlichkeiten-Proben verwöhnen. Aber das Auge isst ja bekanntlich auch mit, und deshalb bekommen wir hier einen goldenen Oktobertag geschenkt, mit bunten Blättern, saftigen Wiesen und wärmenden Sonnenstrahlen! Herrlich!!!
So verwöhnt geht die Tour weiter, doch leider hat Petrus für den nächsten Tag ganz andere Pläne. In der Nacht beginnt es zu regnen und es hört einfach nicht mehr auf. Im Auto ist alles klamm, es tropft neben den Schlafsack und der Himmel hat nur Grau zu bieten. Dabei wollten wir doch heute zu den riesigen Bäumen im Valley of the Giants! Wir verschieben also unsere Wanderung durch die Baumspitzen, denn mittlerweile hat sich der Regen zum echten Unwetter entwickelt! Was soll man machen, auf dem Weg liegen immer noch Weingüter und Schokoladenfabriken und aus deren Inneren sieht das stürmische Treiben draußen ganz gemütlich aus! 😉
Wir hoffen also auf den nächsten Tag und haben Glück, es gibt zwar keinen blauen Himmel, aber zumindest bleibt es so lange trocken wie wir auf unserem Weg zwischen den Baumwipfeln unterwegs sind. Und der ist immerhin auf 40 Metern. Aus der Vogelperspektive erkunden wir also diesen einzigartigen Wald, in dem die uralten Tingle-Bäume wachsen. Diese haben nur ein ganz flaches Wurzelwerk und wachsen wg der besonderen Bedingungen nur in diesem kleinen Teil der Welt. Um den Wald nicht zu zerstören wurde der Tree-Top-Walk übrigens komplett ohne den Einsatz von Maschinen an Ort und Stelle aufgebaut und die schwingende Konstruktion über 600 Meter Länge ist nur über 4 Stützen mit dem Waldboden verbunden!
Trotz der kurvenreichen Strecken durch die dichten Wälder der Südküste haben wir noch nicht genug vom satten Grün hier und so geht’s noch zu einer Wanderung in den Stirling National Park. Sebs Augen strahlen als in der Ferne die Umrisse der Berge auftauchen. Jawohl, im flachen Australien finden wir Berge! Mit einem grünen Teppich überzogen liegen die Stirling Ranges im Nebel als wir ankommen. Die Nacht wird kalt, aber am nächsten Morgen zeigt sich sogar manchmal ein Sonnenstrahl auf den Hügeln! Wir erklimmen in 4 Stunden den höchsten Gipfel im Park (1.048 m) und genießen die Aussicht auf die umliegenden Weiden und Felder, denn wir nähern uns dem „Wheatbelt“ Australiens, wo die riiiiiiesigen Felder bewirtschaftet werden. Und ich dachte die wären aufm Gau schon groß! 🙂
Unsere letzte Station heißt Wave Rock. Der Fels in Form einer großen Welle liegt –fast- auf unserem Rückweg. Was sind hier schon 350 km Umweg? Zwar sieht der Fels wirklich aus wie eine Welle und ist damit sehr außergewöhnlich, aber trotzdem reißt er uns irgendwie nicht vom Hocker. Liegt evtl. auch daran, dass wir unbedingt darauf Surfen wollten, in Strandklamotten natürlich. Naja, bei um die 10 Grad Außentemperatur lassen wir das dann doch lieber…Brrrr!
So endet unsere Runde wieder in Perth, wo wieder die Sonne scheint und der Herbst gar nicht so herbstlich aussieht. Aber wir haben noch etwas mitgebracht aus dem Süden… Eine Woche oder mehr in einem Weingut in Denmark, nicht weit vom Meer! Jaja, wir wollen dann doch mal was arbeiten, im Weinberg, Garten, Wald oder sonst wie. Auf jeden Fall sind wir weit weg von allem, haben keinen Handyempfang und nur warmes Wasser wenn wir ordentlich Holz verfeuern! Wir sind mal gespannt, drückt uns die Daumen dass es nicht zu kalt wird!
Aber der nächste Sommer kommt bestimmt, spätestens in 4 Wochen in Thailand!!!
Viele liebe Grüße aus Perth,
Seb und Ela
Ja hallo ihr zwei,
verfolge wie immer fleissig euren Reisebericht. Ich hoffe es ist sonst alles klar bei euch und ihr habt nicht schon wieder die Nase voll vom Arbeiten! Ihr habt ja lang genug Urlaub gehabt 😉
Wollte euch nur noch schnell ausrichten das die Operation „Titelverteidigung Emmler Fussball Wanderpokal“ fabulös geglückt ist. Wir konnten wieder mal im Halbfinale die Nikoläuschen rauskicken und im Finale gegen den SVO punkten.
Der Pokal ist dann brav ins Vereinslokal gebracht, und da noch mit dem ein oder anderen Weinchen begossen worden! Aber nächstes Jahr zählen wir wieder auf eure Unterstützung!!
Ansonsten euch alles Gute und bis demnächst
euer
Getränkewart
Hallo Down Under,
wieder einmal tolle Bilder,
möchten gerne tauschen aber nicht mit dem
Wetter,
Klassenerhalt geschafft mit der Borussia und
ich war Live dabei,
Gute Reise,Gute Reise,
liebe Grüße
PS: Ich habe schon lange nicht mehr die schicke Hose aus Südamerika gesehen! 😉 Ist wohl im Moment zu kalt bei euch??
Mahlzeit,
wieder zurück in Deutschland!
Die Aschewolke ist zum Glück aus Schottland abgezogen und nicht weiter nach Deutschand rein gezogen. So dass wir (zwar mit etwas zittern) aber dann doch pünktlich starten und landen konnten.
Seb noch „Herzlichen Glückwunsch“ zum Klassenerhalt. Ist mir auch lieber 6 Punkte gegen Gladbach zu holen, als von Bochum!!
Gruß Theis
Hallo nach Western Australien!!
Nun könnt Ihr sicherlich auch verstehen warum ich meinen 3 monatigen Arbeitsaufenthalt in Margaret River verbracht habe… Und am Wochenende ging es dann immer in die „große Stadt“ Busselton 😉
Das war wirklich mit eine der besten Zeiten die ich da unten hatte…
Eure Bilder sind klasse, viel Spaß noch bei euren letzten Tagen Down Under und eine gute Weiterreise nach Thailand!!
Gruß aus der warmen Heimat, Mona 🙂